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ein Selbstlernkurs des ZBIW Köln

Lektion 13: Pixel mit Botschaft [Updated 2013-06-11]

Ein Kommentar

QR-Code QArt CoderIn der heutigen Lektion widmen wir uns den Quick Response Codes, Sie werden Sie wahrscheinlich eher unter ihrem Kurznamen QR-Codes kennen. Die meistens schwarz-weißen-Pixelbilder haben Sie bestimmt schon häufig gesehen, verwenden Sie vielleicht sogar selbst in Ihrer Bibliothek. Haben Sie schon selbst welche erstellt? Wussten Sie, dass man nicht nur URLs sondern auch Texte, Visitenkarteninhalte oder Telefonnummern in diesen Bildern codieren kann? Dass die Codes in bunt und auf sehr ungewöhnliche Art und Weise daher kommen und eingesetzt werden können?

Was ist ein QR-Code?

Beim QR-Code handelt es sich um ein 2-dimensionale Darstellung eines beliebigen Textes in binärer Darstellung, d.h. nur mit Einsen und Nullen. An bestimmten Stellen der Pixelmatrix sind Metainformationen codiert, die Informationen darüber enthalten um welche Version und welche Art von Code es sich handelt.

QR-Code-Struktur, Bild lizensiert unter CC3.0:by-sa Original: Richard Wheeler (Zephyris) Deutsche Fassung: Thomas Kurpjuweit. Tom Knox at de.wikipedia

QR-Code-Struktur, Bild lizensiert unter CC3.0: by-sa
Original: Richard Wheeler (Zephyris)
Deutsche Fassung: Thomas Kurpjuweit. Tom Knox at de.wikipedia

Durch die eingebaute Fehlerkorrektur und die binäre Darstellung ist der Code sehr gut maschinenlesbar. Und damit ein einfaches Mittel, Dinge aus der realen Welt mit der Online-Welt zu verknüpfen. Dem (Mini-)Computer können Texte übergeben werden; URLs; GEO-Daten, d.h. Längen- und Breitengrad, welche mit einer installierten Karten-Applikation geöffnet werden können; Visitenkarteninformationen, die das Smartphone direkt ins Adressbuch übernehmen kann; und vieles mehr.

Dies kann sehr praktisch sein, birgt jedoch auch Gefahren. Denn man weiß nie, was sich hinter dem Code verbirgt – und die Menschheitsgeschichte lehrt uns, jedes existierende Werkzeug wird zu guten und weniger guten Zwecken eingesetzt.

Also achtsam bleiben!

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Variationen erlaubt. Vor dem Einsatz Testen nicht vergessen!

So kann mit QR-Codes Schaden verbreitet werden. Ein Beispiel dafür wären überklebte QR-Codes auf Werbeflächen, die nicht wie gedacht zum Produkt führen, sondern auf eine Webseite, welche Schadsoftware enthält.  Zu dieser Thematik hat die Stiftung Warentest einen Beitrag verfasst, in dem aufgelistet wird, worauf man achten kann. Zusätzlich zum eigenen eingeschalteten Gehirn ist es sinnvoll, einen QR-Code-Scanner auf dem Smartphone oder Tablett-PC zu haben, der nicht blind den gescannten Link öffnet sondern die Adresse vorher anzeigt oder gar überprüft.

QR-Code in der Bibliothek

Gerade in der Bibliothek gibt es viele Möglichkeiten, an denen die Codes zum Einsatz kommen können. Neben klassischem Marketing, bei dem Links zur Bibliothekswebseite oder zu Veranstaltungsinformationen übergeben werden, eignen sich die Codes auch hervorragend um physische und virtuelle Exemplare eines Werkes zu verknüpfen, wie zum Beispiel geschehen in der FU Berlin im Zeitschriftenfreihandmagazin. Oder wie wäre es mit Lesezeiche-ähnlichen Stellvertretern für E-Books? Viola Voß hat 2011 eine Zusammenstellung erstellt, QR-Codes im bibliothekarischen Einsatz, bei der sich auch ein Blick in die Kommentare lohnt.

Entdeckungsaufgabe

  1. Erstellen Sie einen QR-Code von Ihrem Blog bzw. Ihrer Blogadresse (Eine Liste von Online-Generatoren finden Sie weiter unten).
  2. Entdecken Sie, was sich hinter folgenden QR-Codes versteckt. (QR-Codes 1&2 wurden erstellt mit dem QR Code Generator by Delivr, Nr. 3 mit qr-code-generator.de und auf Funktion getestet mit Norton Snap QR Reader). Nutzen Sie hierfür zuerst das Online-Tool ZXing Decoder Online. Die Bild-URL kopieren (Rechte Maustaste – Grafikadresse kopieren) und in das Textfeld hinter „Enter an image URL:“ einfügen. Anschließend mit „Submit“ bestätigen. Natürlich können Sie die Codes auch gerne mit dem Scanner Ihres Smartphones/Tablett-PCs testen.
    2fe75_qrcode_20130609162113GEO-QR-Code     QR Code Management
  3. Lassen Sie sich von Flickriver „QR-Codes in the wild“ inspirieren, wo man die Codes noch so unterbringen kann.
  4. Bloggen Sie über Ihre Erfahrungen, Ideen zum Thema.

QR-Code-Scanner

    • Norton Snap QR Reader: kostenloser QR-Code-Scanner der Computersicherheitsfirma Symantec. Überprüft nach Scan des QR-Codes, ob der Link in der firmeneigenen Schad-Datenbank als gefährlich gelistet ist. Kommt auch mit Geo-Codes, Kalendereinträgen und anderen Formaten zurecht. [Google Playstore, iTunes App-Store]
    • Bei Android-Smartphones häufig vorinstalliert ist Google Goggles. Dieses Werkzeug ist mächtiger als ein einfacher Code-Reader und demonstriert eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Mit immer besseren Suchalgorithmen erfassen die Rechner inzwischen viel komplexere Inhalte.
    • Bei iPhone-Geräten gibt es eine Menge von Barcode-Scannern, die auch mit den QR-Codes umgehen können. Leistungsfähige Reader sind z.B. der i-nigma Scanner oder der ZBar bar code reader.

QR-Code-Generatoren

  • QArt Coder – QR-Code mit eingebautem Bild erstellen (dieses Tool verwendeten wir für den ersten QR-Code dieser Seite)
  • QR-Code-Generator Generator der Karlsruher Firma SYN Systems GmbH, der 9 verschiedene QR-Code-Formate unterstützt.
  • QR Code® Generator by Delivr, englischer Generator, mit dem ebenfalls eine Reihe an Code-Typen erstellt werden können.
  • [UpdateCustom QR code Generator von Unitag bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des Codes. Damit kann man unter anderem ein Logo einbinden und die eckigen Pixel abrunden oder anderweitig variieren.

Optionale(!) weiterführende Informationsquellen

Wenn Sie noch ein bisschen Lust haben, in der Welt der QR-Codes zu stöbern, hier noch ein paar weitere Links.

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Ein Kommentar zu “Lektion 13: Pixel mit Botschaft [Updated 2013-06-11]

  1. Pingback: Lektion 13: QR-Codes – Einsatz in Bibliotheken | 18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung…

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