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ein Selbstlernkurs des ZBIW Köln

Lektion 16 : Informationen mal anders aufbereitet [Updated: 2013-07-19]

3 Kommentare

Der Werkzeugkoffer Internet hat auch zum Thema Informationsaufbereitung einiges zu bieten. In der Lektion  Wo die Menge an Informationen rasant steigt, kann die Aufbereitung eben jener eine Herausforderung werden. In Zeiten vieler konkurrierender Inhalte und damit einhergehender niedriger Aufmerksamkeitsspannen verbreitete sich so eine Form der Darstellung, die schnell und einfach konsumierbar ist: Infografiken.

What makes a good infographic?

What makes a good infographic? by Daniel Zeeni
CC: by-nd 2.0

Weg von schlichten Tabellen und Tortendiagram mit langen Erklärtexten geht es hin zu bunten Bildern mit knackigen Aussagen, witzigen Visualisierungen. Der Sachverhalt soll damit am besten auf einen Blick erfasst werden. Durch Einbindung in einen Kontext das „sich Merken“ getriggert werden – Storytelling lässt grüßen.

Das gab’s zwar schon früher, wie Dörte Böhner in ihren Blogposts „Erstaunliche Infografiken aus „alter“ Zeit„, IIIII mit schönen Beispielen zeigt, heute aber vielleicht doch etwas einfacher. Wo man früher vllt. einen Designer brauchte, teure Tools und viel Zeit kann man heutzutage in ein „paar Klicks“ eine solche Grafik zusammenstellen. Dank Diensten wie easel.ly, infogr.am oder Piktochart.

Maria-Christina Nimmerfroh vom #PB21-Blog stellt im etwa 19-minütigen Video Screencast Infografik die Arbeit mit Piktochart vor (veröffentlicht unter CC: by 3.0). Im zugehörigen Blogbeitrag „Infografiken selbst machen und machen lassen – Teil 2“ werden auch die beiden anderen Online-Werkzeuge kurz vorgestellt.

Wie kommt das jetzt mit Bibliotheken in einen Zusammenhang? Ein paar Duzend Beispiele wurden in dieser Pinterest-Sammlung zusammengestellt. In den meisten Fällen dienen die Visualisierungen eher Marketing-Zwecken – von Fun-Facts, Ergebnissen von Umfragen, bis zur Auflistung von Gründen, weswegen Bibliotheken unterstützt werden sollten.  Selbstverständlich können Sie auch zur unterhaltsamen Wissensvermittlung verwendet werden. Und, der Weg von der Infografik zum Poster – sollte mal eine Poster Session anstehen – ist doch auch nicht so weit ;).

Informationen so aufbereiten, dass sie sich eher im Gedächtnis verankern, das gilt natürlich nicht nur für statische Informationsaufbereitung. Und der zweite Teil dieser Lektion ist besonders für jene interessant, die häufiger Vorträge halten müssen. In Lektion 14 haben wir Ihnen Slideshare vorgestellt, jetzt geht es um ein Werkzeug mit dem Sie sehr schnell beeindruckende Folien erstellen können.

Dynamisch Präsentieren mit Prezi

Prezi.com zeichnet sich dadurch aus, dass die Folien eben dass nicht mehr sind: einzelne, aneinandergereihte Blätter. Am einfachsten, Sie sehen es sich selbst an. Dafür eignet sich z.B. Melanie Schwarzers Prezi „Wie funktioniert Prezi?“ Einmal in das Fenster mit der Präsentation geklickt, kann zum nächsten Bild mit den Pfeiltasten der Tastatur navigiert werden. Oder Sie nutzen die Autoplay-Funktion. Sie befindet sich rechts unterhalb der „Folie“ neben dem Vollbild-Icon. Eine kurze Anleitung, wie Sie selbst eine Prezi-Präsentation (Prezi) erstellen des Anbieters:

Da die Prezis im Netz liegen, kann von überall her darauf zugegriffen werden. Aber keine Angst, die eigene Präsentation kann für eine Offline-Verwendung gespeichert werden. Die portable, d.h. ohne Installation laufende, Präsentation gibt’s für Windows und Mac, da es sich jedoch um eine Flash-Applikation handelt ist es eher nichts für’s iPad. Befindet man sich in der Editor-Ansicht seiner Präsentation, kann unter Share eine PDF-Version der Prezi heruntergeladen werden. Dies ist z.B. nützlich für die Vorbereitung auf einen Talk.

Prezi-DownloadDen Dienst kann man aktiv, wie bei allen heute hier erwähnten Werkzeugen, nur nach Registrierung verwenden. Hierzu ein kleiner Tipp. Bei dem normalen kostenlosen Account können Prezis nur öffentlich gespeichert werden. Arbeiten Sie jedoch in einer Bildungseinrichtung oder sind Sie selbst nebenbei noch Student? Dann greifen Sie auf das Preis-Model für Bildungseinrichtungen/Studenten/Schüler zurück. Auch in diesem gibt es einen kostenlosen Plan, „Enjoy Edu„. Voraussetzung ist die Anmeldung mit einer der Bildungsinstitution zugehörigen E-Mail-Adresse. In diesem ist das private Speichern von Prezi-„Folien“ enthalten.

[Updated 2013-07-16]  Ganz vergessen auf eine weitere nützliche Sache hinzuweisen. Der aufmerksame Betrachter hat es jedoch im Screenshot entdeckt: Prezi ist ein kollaboratives Werkzeug. Klickt man auf  „Invite to edit…“ erhält man einen eine Woche gültigen Link, mit dem man Co-Editoren Bearbeitungszugang zur unfertigen Präsentation geben kann. Gleichzeitig können bis zu 10 Menschen an der Prezi arbeiten.

Ebenfalls nützlich ist die Möglichkeit, einem Menschen, der irgendwo auf der Welt sitzt, die Prezi vorzuführen. Mit dem Link, welcher durch „Online presentation“ erzeugt wird, werden die Pfade des Vortrages beim Zuschauer so gegangen, wie sie bei dem Vortragenden geklickt werden – simultan.

Einbinden einer Prezis im WordPress-Blog [Updated 2013-07-19]

Das Einbinden ist ein bisschen tricky, deswegen hier eine kleine Anleitung wie Sie Ihre Prezi in einen Blogbeitrag einbinden:

  1. Die einzubindende Prezi öffnen und die URL, die in der Adressleiste steht, kopieren.
  2. Da WordPress.com die Einbindung von HTML-iframes nicht mag, brauchen Sie einen speziellen Code, den Sie mit einem von Prezi bereitgestellten Tool erzeugen. Kopieren Sie die URL Ihrer Prezi in das linke Textfeld.
  3. Stellen Sie die gewünschte Breite ein und wählen Sie aus, ob der Betrachter nur den vorgegebenen Pfad gehen oder sich frei in Ihrer Prezi bewegen kann.
  4. Klicken Sie anschließend auf „Get your WordPress.com shortcode„.
  5. Kopieren Sie den Codeschnipsel, der nun in der rechten Textbox angezeigt wird, lassen Sie sich von dem evtl. veränderten Mauszeiger nicht irritieren ;).
  6. Fügen Sie den Codeschnipsel im WordPress-Editor an jener Stelle ein, an der die Präsentation später erscheinen soll. Das war’s schon. 🙂

Entdeckungsaufgabe

  1. Stöbern Sie ein wenig in den bei Bibliothekarisch mit Infografik getaggten Artikeln und schauen Sie, wofür Infografiken so verwendet werden.
  2. Fallen Ihnen Einsatzmöglichkeiten für dieses Werkzeug ein? Sehen Sie Probleme bei dieser Art der Informationsaufbereitung?
  3. Suchen Sie nach Prezi-Slides zu bibliothekarische Themen und sehen Sie sich an, worüber Ihre Kollegen so berichten und wie Sie das Werkzeug nutzen.
  4. (Optional) Wenn Sie Zeit und Lust haben: Probieren Sie es selbst aus. Erstellen Sie einen Prezi-Account und experimentieren Sie.

Noch mehr zum Thema?  (optional)

Sollten Sie jetzt noch ein bisschen Lust & Zeit haben, mehr zum Thema Infografiken oder Prezi zu lesen/lernen, hier noch ein paar weiterführende Quellen:

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3 Kommentare zu “Lektion 16 : Informationen mal anders aufbereitet [Updated: 2013-07-19]

  1. Hallo! Habe gerade noch den Zusatztipp „Einbinden einer prezi in einen blog“ ausprobiert. Irgendwas mache ich da falsch, habe aber keine Idee mehr, was. Klicke ich auf die eingebettete prezi, sehe ich unten einen blauen Balken, aber mehr passiert nicht. ??? Haben Sie noch eine Idee?

    • Das scheint ein neueres Problem zu sein – ich habe es auch. Muss es beim ersten Testen übersehen haben. Im Support-Forum wurde vor 11 Tagen eine Meldung dazu gemacht: http://community.prezi.com/prezi/topics/my_prezi_does_not_load_in_wordpress – wenn wir Glück haben, wird bald eine Lösung dazu gefunden.

      Bei dem Trick17 sind mehrere Anbieter betroffen, so dass es an verschiedenen Ecken hängen kann. Wäre wirklich schade, wenn es ein Dauerproblem bliebe :/.

      Habe mich an die Fehlermeldung mit drangehängt und werde hoffentlich mitbekommen, wenn sich etwas tut – und das dann auch hier und bei Twitter weiterreichen 🙂

  2. Pingback: Lektion 16: Informationen mal anders aufbereitet – Infografiken | 18 Dinge für Bibliotheken in Bewegung…

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