Netz erfahren

ein Selbstlernkurs des ZBIW Köln

Lektion 17: Google+

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Sie haben gewählt und mit knappem Vorsprung ist es Google+ geworden, über dass Sie in der letzten Lektion unseres Onlinekurses noch etwas erfahren mögen. Google+ ist bestimmt eine der komplexesten Dienste der Maschinerie Google. Und der Anbieter steckt eine Menge Energie hinein, Google+ im Mainstream ankommen zulassen.


Nun aber zum Thema. Was ist Google+? Das “soziale Netzwerk von Google”. Der Ort, an dem man ein Profil schaffen soll, in dem alle anderen Google-Dienste zusammengeführt werden sollen/können. Ein Ort für den Austausch und für Diskussionen mit den unterschiedlichsten Gruppen oder der Öffentlichkeit. Eine zweite Ebene, die sich über das Internet und die Realität (Smartphones, vorallem jene mit Android-Betriebssystem) erstreckt. Dadurch wird natürlich ein Mehrwert erzeugt, sowohl für uns als auch für Google, welches die Anzeigen der Werbekunden darin noch viel besser platzieren kann.

Profile, Seiten, Communities, Kreise – hä?

Alles fängt an mit Ihrem Google+(G+)-Profil. Wie bei den Kollegen Facebook, LinkedIn oder Xing kann man dort Information zum Bildungsweg und verschiedenen Arbeitsstationen, Links und auch Orte hinterlegen. Sofern man nicht ständig im Privatmodus des Browsers surft weiß Google eventuell schon das ein oder andere und macht dann Vorschläge, wenn Sie z.B. die Links anpassen (siehe Screenshot).

G+Profil-Links

Bei jedem Element des Profils kann eingestellt werden, wer das entsprechende Element sehen darf.

Wenn Sie G+ nutzen wollen, macht es Sinn, sich Ihr Profil einmal genauer anzusehen und zu überlegen, welche Informationen Sie dort verstauen – und für wen diese sichtbar sind.

  • Will ich anderen Bibliothekaren Kontaktdaten auf meiner Arbeitsstelle zur Verfügung stellen?
  • Möchte ich auf meine anderen Profile im Netz, meinen Blog, meine Diplom-/Master-/Doktorarbeit verlinken?
  • Möchte ich mich aktiv vernetzen und gebe etwas mehr von mir preis, oder möchte ich lieber versteckt bleiben?

Bezüglich der Sichtbarkeitseinstellungen haben Sie mehrere Optionen. Unter anderem “Ihre Kreise” (“Your Circles”).

Kreise können Sie sich als Art Schubladen vorstellen. Jedes G+-Profil, dem Sie folgen möchten, muss mindestens einem Ihrer Kreis hinzufügefügt werden. Man kann einen großen Kreis – z.B. “Folgen” – erstellen oder die einzelnen Profile direkt kontextabhängig sortieren. Dies macht es einfacher, wenn man einen Beitrag nur mit jenen Profilen teilen möchte, von denen man denkt, dass diese sich dafür auch interessieren.

In Kreise stecken Sie nicht nur die G+-Profile, sondern auch G+-Seiten. Seiten sind quasi zusätzliche Profile für Organisationen, Institutionen, Vereine, Projekte,…. Möchten Sie z.B. ein Google+-Profil für Ihre Bibliothek erstellen, sollte dies eine Seite sein. Wie eine G+-Seite erstellt werden kann und was dabei beachtet werden sollte hat z.B. Annette Schwindt in der C’t beschrieben: Die eigene Google+-Seite.

Und Communities? Das sind Gruppen, in denen sich G+-Nutzer treffen, die ein gemeinsames Interesse haben. Wenn man einer Community beitritt – hier gibt es offene Gruppen, denen Sie sofort beitreten können, sowie solche, die moderiert werden und für die Sie zuerst eine Beitrittsanfrage stellen – folgt man den Beiträgen, die von den Teilnehmern der Communitiy veröffentlicht wurden, nicht aber den Nutzern selbst.

Zum Navigationsmenü, über dass Sie zu den einzelnen Bereichen von G+ kommen, gelangen Sie, wenn Sie mit der Maus über die linke Seite der Navigationsleiste fahren, dort wo sich die Beschreibung bzw. das Symbol des aktuellen Ortes befindet.

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Wie erstelle ich einen Beitrag?

Wenn Sie auf der Übersichtseite von Google+ sind, können Sie einen neuen Beitrag erstellen, in dem Sie auf das Textfeld in Sprechblasenform “Was gibt’s Neues?” klicken. Es gibt auch noch Alternativen, z.B. direkt über Teilen-Buttons („Share„), die auf diversen Webseiten auffindbar sind, oder Anders als bei Twitter und Facebook kann man bei Google+ den Text mit Hilfe der Zeichen „*„, „_“ und „“ mit Format versehen:

G+Formatierung

In G+-Beiträgen kann der Text formatiert werden.

Zum Text können Sie Bilder, einen Link, ein Video oder eine Veranstaltung hinzufügen, allerdings genauso wie bei den meisten anderen sozialen Netzwerken nur jeweils eines. Anschließend können Sie im “An:”-Feld auswählen, welche Person, welcher Kreis von Personen diesen Beitrag sehen darf. Voreingestellt ist der zuletzt gewählte Kreis, bzw. jener, in dessen Reiter Sie sich gerade befinden. Neben der Übersicht in der alle Beiträge von abonnierten Profilen (nach Googles magischer Auswahl) erscheinen gibt es Unterseiten, in denen Sie nur einen Blick in die einzelne Schublade werfen ;).

Wer darf den Beitrag sehen?

Wer darf den Beitrag sehen?

Zurück zum Beitrag: Sie haben den Beitrag abgesendet und fragen sich nun “Diese Nutzer erhalten den Beitrag dann automatisch?”. Nein, die adressierten Nutzer sehen diesen Beitrag nur dann, wenn sie Ihrem Profil ebenfalls folgen, Ihr Profil besuchen – oder aber , wenn Sie explizit einen Nutzer oder eine E-Mailadresse eingefügt haben. Diese Funktion sollten Sie allerdings sehr bedacht benutzten – Sie wollen doch nicht als Spammer angesehen werden ;).

Entdeckungsaufgaben

  • edlefkreisHaben Sie einen Google+-Account? Überprüfen Sie die Einstellungen – wer darf was sehen? Wann bekommen Sie eine E-Mail? Wollen Sie diese Einstellungen so belassen, oder möchten Sie z.B. einem bestimmten Kreis mehr Informationen zugänglich machen?
  • Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und sehen Sie sich die verschiedenen Bereiche von Google+ an. Suchen Sie in jedem Bereich nach z.B. Bibliothek oder Library und betrachten Sie die unterschiedlichen Ergebnisse.
  • Erstellen Sie einen Kreis „Netz Erfahren“ – vielleicht können Sie ja schon einige Personen und eine Seite zum Kreis hinzufügen ;).
  • Schauen Sie sich den von Edlef erstellten Kreis an… Den Inhalt sehen können Sie leider erst, wenn Sie auch einen G+-Account angelegt haben.
  • Teilen Sie einen Beitrag so, dass nur Sie selbst ihn sehen können :). Experimentieren Sie mit dem An:-Feld, senden Sie den Beitrag z.B. an eine weitere Spieladresse und sehen Sie sich an, was dabei herauskommt.
  • Werfen Sie einen Blick auf die Netz Erfahren – Netzerfahren G+-Seite, auf der wir für Sie weitere Tipps und vor allem die Entdeckungsquellen gesammelt haben ;).
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